Mit dem Nachtzug von Wien nach Madrid

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Diese Geschichte wurde von Lolita89 am 22.12.2009 geschrieben und am 23.12.2009 veröffentlicht.

Vor etwas über einem Jahr wollte ich meinen Cousine in Madrid besuchen, die dort ein Auslandssemester machte. Ich ergatterte ein günstiges Ticket von Wien nach Madrid, in nur einer Nacht. Da ich möglichst günstig reisen wollte, nahm ich eine 6er-Schlafkabine. Gegen 23 Uhr fand ich mich also am Wiener Hauptbahnhof ein und fand auch relativ schnell zu meinem Zug. Ein freundlicher südländisch aussehender Schaffner führte mich auch sogleich hinein, zeigte mir die Toiletten und wo ich nachts Getränke und Snacks erstehen könnte und führte mich schließlich zu meiner Schlafkabine. Offenbar teile ich mir selbige mit einer fünfköpfigen spanischen Familie, welche mich eher als Störenfried betrachtete. Ich kroch schnell in mein Bett und bemühte mich zu schlafen.

Allerdings wollte mir das ganz und garnicht gelingen und ich beschloss gegen 00:30, erstmal auf die Toilette zu gehen und mir dann eventuell noch eine Cola zu kaufen. Auf dem sehr engen Flur des Wagons begegnete ich dem Schaffner, der dort herumstand. Er fragte mich mit einem netten Lächeln, ob ich nicht schlafen könne. Wir redeten kurz und ich ging zur Toilette. Als ich wiederkam, stand er immernoch am Abteilflur. Er fragte mich, ob ansonsten alles zu meiner Zufriedenheit sei, ob meine "Zimmer"genossen in Ordnung wären und so weiter. Schließlich fragte er mich auch, ob ich nicht noch etwas zu trinken haben wolle. Da ich sowieso ein bisschen Durst hatte, sagte ich ja und folgte ihm in seine Kabine, wo er einen großen Kühlschrank mit Getränken und Snacks für die Passagiere hatte. Er bot mir einen Sitzplatz an: "Du kannst gerne ein bisschen hier sitzen bleiben, wenn du noch nicht schlafen kannst. In der Kabine kannst du ja nur im Dunkeln liegen." Ich fand das sehr nett, nahm die Einladung an und bekam meine Cola sogar gratis. Wir unterhielten uns ca. eine halbe Stunde sehr gut, ich erfuhr dass er Spanier war, der allerdings als Jugendlicher lange in Deutschland gelebt hatte und daher so akzentfrei sprach. Nach einer...