Seminarnächte

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Diese Geschichte wurde von Adlerswald am 22.02.2010 geschrieben und am 24.02.2010 veröffentlicht.

Seminarnächte

Annabelle betrat ihr Hotelzimmer, das sie während der dreitägigen Tagung innehatte. Sie war müde und ausgepumpt nach ihrem zweistündigen Vortrag. Daher stippte sie die Schuhe von den Füßen und warf sich aufs Bett, wobei sie ihren Auftritt Revue passieren ließ.

Es war ihr erster Vortrag vor diesem Auditorium gewesen, das bis auf wenige Ausnahmen aus im Job erfolgreichen Männern bestand, die, das hatte sie gestern beim Begrüßungsabend festgestellt, zum überwiegenden Teil eine Frau nur als Geschlechtsspielzeug sahen. Zugegeben Annabelle sah fantastisch aus. Sie war schlank, wohl proportioniert an Busen und Po und hatte ein aufregend zartes Gesicht, das in lange goldblonde Haare eingerahmt war. Dass sie einen Augenschmaus für die Männer darstellte, zeigte sich sowohl an den lüsternen Blicken ihrer männlichen Gegenüber, als auch an den unverhohlen frivolen Anzüglichkeiten, mit denen sie bedacht wurde. Annabelle nahm dies alles hin, weil sie zutiefst überzeugt war, diese Einschätzung durch ihre Fachkenntnisse relativieren zu können. Jetzt nach dem Vortrag fühlte sie sich angesichts des tosenden Beifalls bestätigt und verspürte eine Art des Glücks, das ihr wohlige Mattigkeit schenkte.

Annabelle schloss die Augen und döste vor sich hin. Ihre Gedanken gingen auf Wanderschaft und verhakten sich immer wieder an ihrer persönlichen Situation, die ihr zwar jetzt berufliche Anerkennung gebracht hatte, aber zugleich verhindert hatte, in einer zwischenmenschlichen Beziehung Erfüllung zu finden. Sie sehnte sich nach männlicher Zuneigung und Wärme, die auch dazu geeignet war, ihre körperlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Denn Annabelle war eine sehr leidenschaftliche Frau, die das Erleben körperlicher Lust brauchte, wie ein Lebewesen die Luft zum Atmen. Je länger ihre Gedanken beim körperlichen Hunger verweilten, desto stärker bemerkte sie das sehnsuchtsvolle Kribbeln im Bauch und Pochen in ihrem Höschen, das Frauen spüren, wenn Geilheit von ihnen Besitz ergreift. Annabelle seufzte leise und begann sich, den Körper räkelnd, über die Wölbung ihres Kleides zu streichen, hinter der sich ihre vollen Brüste im BH versteckten. Das lustvolle Ziehen, das ihre B...