Diese Geschichte wurde von laurabrinkel am 09.01.2010 geschrieben und am 12.01.2010 veröffentlicht.
Der Jäger und die Fee
Es war einmal ein Jäger, der ging tagein tagaus durch den dunklen Wald. Er kannte den Wald gut, er liebte die Stille und die Einsamkeit in der Natur. Eines Tages hörte er ein lautes Wehklagen, das weder von einem Menschen noch von einem Tier stammen konnte. Er war neugierig und ging auf das Geräusch zu. Er staunte sehr, als er die Quelle des Jammerns hörte. In einer der Fallen, die er aufgestellt hatte, um Kaninchen oder Hasen zu fangen, saß ein kleines Wesen, das entfernt an einen Menschen erinnerte. Es war vielleicht 50 cm groß, hatte langes Haar und war über und über mit Blumen geschmückt. Zwei kleine nackte Füße guckten unter dem Blumenkleid heraus und das Wesen hatte zwei Paar silbern schimmernde Flügel, die müde flatterten. Mit einem Bein steckte das Wesen in der Falle und der Jäger erkannte mit einem Blick, dass dieses Wesen die Geräusche verursacht hatte und dass diese Wesen eine Fee sein musste.
Vorsichtig näherte er sich der Fee. Diese zuckte zusammen, als sie den bärtigen Jäger sah, der fast viermal so groß war wie sie. Langsam beugte er sich zu ihr herab und öffnete die Falle. behutsam hob er die Fee vom Boden auf und legte sie auf das weiche Herbstlaub. Er untersuchte ihr Beinchen – es schien bis auf eine tiefe Schramme unverletzt zu sein. Die Fee flatterte mit den Flügeln und schwebte kurze Zeit später scheinbar schwerelos vor dem Gesicht des Jägers. „Danke, dass du mich befreit hast, Menschensohn. Ich bin dir zu tiefen Dank verpflichtet. Du hast drei Wünsche frei.“
„Ich – äh – ich habe ...“
„Ich bin eine Fee und ich kann zaubern – du kannst dir alles wünschen, was du willst.“
„Aber... wieso hast du dich denn nicht selbst befreit, wenn du doch zaubern kannst?“
„Die falle war aus Eisen – wenn wir Feen mit Eisen in Berührung kommen, schwindet unser gesamte Zauberkraft. Und nur mit meiner Muskelkraft konnte ich die Falle nicht öffnen. Ich lag schon Stunden in der Falle – wenn ein Fuchs mich gefunden hätte, dann wäre es aus mit mir gewesen.“
„Und ich darf mir wirklich alles wünschen? Alles?“
„Ja. Ich habe dir drei Wünsche gewährt. Welches ist dein erster Wunsch?“
„Hm – ich möchte, dass wir beide auf der Stelle in m...
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