Diese Geschichte wurde von franny13 am 05.03.2010 geschrieben und am 07.03.2010 veröffentlicht.
Die etwas andere Paartherapie Teil 4
Das ganze Wochenende hatten wir nur das Nötigste miteinander geredet. Das heißt, ich hätte schon gern mit Marion geredet, aber sie nicht mit mir. Sie ließ mich vollkommen links liegen. Ich kam mir wie ein weiteres Möbelstück vor. Liebend gern hätte ich ihr ja alles erklärt, bekam aber keine Gelegenheit dazu. Wie immer Werktags, hatte Marion schon früh das Haus verlassen, als ich aufstand und ins Badezimmer ging. Am Spiegel-schrank hing ein Post it. Denk an den Termin heute um 17:00h, stand darauf + die Adresse und der Name. Frau Dr. Hauser, Psychologin. Man oh man, ein Hirnklempner. Aber was solls. Ich hatte Mist gebaut und jetzt muss ich dazu stehen. Außerdem liebe ich Ma-rion und an neutraler 3. Stelle erhielt ich vielleicht die Gelegenheit, mich zu erklären. Angenehm war mir der Gedanke nicht, vor einer fremden Frau mein Handeln einzugestehen, aber da sie Psychologin war hörte sie so etwas, oder ähnliches, bestimmt öfter. Und außerdem war da ja auch noch die ärztliche Schweigepflicht. Nachdem ich mich so beruhigt hatte ging ich zur Arbeit. Der Tag verging viel zu schnell und der Termin rückte im-mer näher. Um 15:00h war Feierabend und ich fuhr schnell nach Hause, duschte und rasierte mich noch mal, wollte einen guten Eindruck machen, und machte mich auf den Weg zu dem Termin. Die Praxis befand sich im Erdgeschoss eines 3 stöckigen Hauses. Pünktlich um 17:00h war ich in der Anmeldung und nannte der jungen Frau hinter dem Tresen meinen Namen. Sie bat mich noch einige Minuten im Wartezimmer Platz zu nehmen. Im Wartezimmer sass schon Lydia. „Guten Tag, mein Schatz.“ sagte ich und wollte zu ihr gehen. „Guten Tag.“ kam die eisige Antwort und ich ließ von mein Vorhaben ab. Dann eben nicht. Ich setzte mich ihr gegenüber. Nach ungefähr 5 Minuten in unbehaglichem Schweigen wurden wir aufgefordert das Büro der Ärztin zu betreten. Ich ließ meiner Frau den Vortritt. Hinter mir wurde die Tür geschlossen. „Guten Tag, mein Name ist Hauser. Und sie sind das Ehepaar Schuster?“ Eine Frau hinter einem Schreibtisch erhob sich, um uns zu begrüßen. Ich staunte nicht schlecht. Ich hatte mir eine ältere Frau mit Dutt und Brille vorgestellt. ...
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