Ins Netz gegangen

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Diese Geschichte wurde von sir_of_pain am 30.11.2009 geschrieben und am 02.12.2009 veröffentlicht.

Geburtstage sind immer schon besondere Tage im Jahresablauf. Aber meinen
37. werde ich wohl nie vergessen. Eigentlich beginnt er wie jeder
andere. Ich werde liebevoll von meiner Frau wach geküßt, auf dem üppig
gedeckten Frühstückstisch brennen Kerzen und Lisa hat wieder einmal
meine Lieblingsmusik aufgelegt. Nur etwas ist doch anders. Es ist
dieses Mal kein Geschenk zu sehen. Auch wenn ich innerlich etwas
enttäuscht bin - so ist es mit Traditionen - lasse ich mir nichts
anmerken und wir genießen dann beide ein gemütliches, gemeinsames
Geburtstagsfrühstück.

Zum Glück steht ein Wochenende unmittelbar bevor und ich kann mir heute
ein wenig mehr Zeit als sonst lassen, obwohl ich auch an diesem Freitag
noch einige Stunden in meiner Firma arbeiten muß. Kurz bevor ich
schließlich unser Haus verlasse, sagt Lisa, die jetzt auf einmal etwas
aufgeregt zu sein scheint: "Marcus, ich habe mitbekommen, daß du
gerade etwas enttäuscht warst. Das kann ich dir aber schon verraten -
dich erwarten heute noch mehrere, besondere Geburtstagsüberraschungen.
Heute wird einfach mal alles ein wenig anders sein! Noch bevor ich auf
irgendeine Weise reagieren kann, ist sie eng bei mir und schon drängt
sich ihre Zunge fordernd in meinen Mund. Ich genieße ihre heute
herrlich aufdringliche Zärtlichkeit und es fällt mir schließlich trotz
aller verbleibenden Neugier schwer, die Wohnung zu verlassen.

Natürlich gibt es in der Firma die obligatorischen Gratulationen zum
Geburtstag, aber es dauert nicht lange, bis der tägliche Wahnsinn
beginnt, mich wieder einmal ganz in Anspruch zu nehmen. Es ist wohl
kurz vor zwölf, als plötzlich draußen vom Flur her ein ganz
spezifisches, unverkennbares Geräusch mich von der Arbeit abhält. Eine
Frau läßt ihre Heels energisch und kraftvoll auf den Steinboden
hämmern. Nein das sind keine flachen Absätze, sondern sicher brutal
spitze Metallstifte, die geradezu rücksichtslos ihr Nähern ankündigen.
Jetzt muß sie meine Türe erreicht haben, ich vernehme ein Klopfen und
schon wird die Klinke bestimmt runter gedrückt. Wie überrascht bin ich,
als Augenblicke später Claudia Weingarten selbstbewußt und sicher...