Die Privatsekretärin 1

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Diese Geschichte wurde von auchich am 20.01.2010 geschrieben und am 24.01.2010 veröffentlicht.

Aufstieg zur Privatsekretärin

Draußen war es nasskalt, Schnee und Matsch dominierten auf den Straßen. Wieso kam der Schnee nicht pünktlich zu Weihnachten, sondern immer dann, wenn man sich schon den Frühling wünschte? Ines Jansen war froh, einen sicheren Job in einem großen Unternehmen zu haben und behaglich im Warmen zu sitzen. Sie konzentrierte sich wieder auf den Brief, den sie gerade in Arbeit hatte.
Ines hob überrascht den Kopf, als die Privatsekretärin vom großen Boss ins Schreibbüro kam und direkt auf sie zusteuerte. Was für eine elegante Erscheinung! Selbst jetzt noch, wo sie wohl im sechsten oder siebenten Monat war, schwebte sie nahezu graziös dahin.
„Frau Jansen, haben Sie einige unaufschiebbare Arbeiten auf Ihrem Schreibtisch liegen?“
„Nur die Anfrage, die ich gerade schreibe, sie sollte heute noch in die Post gehen, Frau Singer. Der Rest kann bis Montag warten, wenn Sie mich anderweitig brauchen.“
„Fein, kommen Sie bitte ins Chefsekretariat, wenn Sie das erledigt haben.“
Auch von hinten war die Singer eine Augenweide, nicht nur für Männer, wie Ines Jansen sich eingestand. Die Schwangerschaft hatte die kühle Dame noch fraulicher gemacht. Was sie nur von ihr wollte? Zwar hatte sie in den letzten Monaten öfter die eine oder andere Aufgabe von ihr bekommen, vor allem, wenn es um internationalen Schriftverkehr ging, aber zu ihr wurde sie noch nie gerufen.

„Schön, dass Sie so schnell gekommen sind. Setzen Sie sich, Ines.“
Ines Jansen war überrascht, mit dem Vornamen hatte sie die elegante Frau Singer bisher nie angesprochen, obwohl sie inzwischen seit sechs Jahren im Unternehmen arbeitete.
„Ist Ihre Familienplanung eigentlich abgeschlossen?“, fragte sie überraschend.
„Wie bitte? Ja, unser Sohn ist bereits siebzehn, wir haben keine weiteren Kinder geplant.“
„Sehr gut, ich habe in den Unterlagen gesehen, dass Sie vier Jahre jünger sind als ich. Sie haben wirklich sehr früh begonnen, wenn ich mir die Bemerkung gestatten darf, sie ist anerkennend und sogar ein wenig neidisch gemeint. Meine biologische Uhr begann von Jahr zu Jahr immer lauter zu ticken, ich, oder besser mein Mann und ich, wir möchten Kinder haben. Deshalb habe ich mich entschieden, die Stelle als Privatsekretärin gegen eine Familie einzutauschen. Doch natürlich braucht Her...