Anita - Intermezzo

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Diese Geschichte wurde von franzf001 am 16.11.2009 geschrieben und am 24.11.2009 veröffentlicht.

Morgen ist es soweit, morgen brechen Udos Söhne zur Burg auf, nehmen Anita mit sich, bringen sie zur ihrer Schwester, ihrer geliebten Schwester, für die sieh mehr empfindet, als für sonst irgendetwas auf der Welt.
Unruhig liegt sie da, ihr Herz klopft wild, aber nicht laut genug um das Mädchen zu wecken, das eng an ihre Brust geschmiegt ruht.
Obwohl sie in der letzten Woche jede Nacht das Lager und ihre Leiber geteilt haben, sind die Gefühle die sie für Ludmilla empfindet, bei weitem nicht annähernd so stark, wie das tosende Brausen der Liebe, wenn sie nur an Bettina denkt.
Und das tut sie häufig, immerzu fragt sie sich, was sie gerade macht, wie es ihr ergangen ist, ob sie sich genauso sehr nach ihrer Schwester sehnt, wie es Anita tut.
Sie wird es bald erfahren.
Morgen.
Oder am Tag darauf.

Der Mond leuchtet durch das Fenster, er spürt den Schein auf seinem Rücken, hört wie seine Liebste hinter ihm friedlich den Atem durch die Nase einzieht, und selig vor sich hin schläft.
Er sitzt auf dem Bettrand, seine Finger spielen unruhig miteinander, er versucht keinen Laut von sich zu geben, während seine Gedanken unruhig hin und her gleiten, und ihn mit Widerwillen und Abscheu erfüllen. Abscheu vor sich selbst, das er diese Gedanken überhaupt hegt.
Eine zarte Hand die sich auf seine Schulter legt verrät ihm das sie aufgewacht ist, die Laken rascheln leise als sie sich hinter ihn setzt, und ihren Kopf auf seine Schulter legt.
„Was bedrückt dich Geliebter, das du nicht neben mir liegen sondern sitzen willst?“
„Es ist nichts, mein Herz, sei unbesorgt.“
Er spürt das sie ihm nicht glaubt, er würde es auch nicht an ihrer Stelle, und so ist er nicht überrascht als sie fragt,“ Was ist es?“
„Ich möchte nicht darüber sprechen.“ antwortet er immer noch flüsternd.
Sie sitzen eine Weile schweigend da, sie scheint zu überlegen, dann kommen die Worte leise aus ihr hervor,“ Du fragst dich, ob es für mich schöner mit dir ist, als mit deinem Bruder.“
Er holt tief Luft, irgendwie ist er erleichtert dass sie es ausgesprochen hat, doch ein anderer Teil fürchtet sich vor de...