Diese Geschichte wurde von franzf001 am 03.11.2009 geschrieben und am 17.11.2009 veröffentlicht.
Hier die von allen, (und auch von mir;) gewünschte Forsetzung zu Bettina
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Ihre Hand streicht gedankenverloren über die hölzerne Tischplatte, doch in ihrer Vorstellung ist der Untergrund nicht rissig und uneben, sondern rein und glatt. Es ist auch kein Holz, sondern weiße Haut die sich über weichem Fleisch spannt, und einem wunderschönen Gesicht gehört, das von kastanienbraunen Locken umspielt wird, und aus dem ihr blaue Augen liebevoll entgegen leuchten. Die sinnlichen Lippen bilden ein Lächeln, das ganze Gesicht strahlt pure Freude aus.
Ihre Finger gleiten darüber, streicheln die Wange, berühren die Lippen die sich liebevoll auf die Spitzen legen, sanfte Küsse darauf hauchen, die Lider senken sich vor Genuss über die Augen.
Sie will das Gesicht näher an sich ziehen, ihre Lippen auf den herrlichen Mund legen, doch eine krächzende Stimme zerstört das geistige Bild, und lässt sie verwirrt aufblicken.
„Anita, willst du denn gar nichts essen?“ fragt ihr Vater mit besorgter Miene, und deutet auf die dampfende Schüssel vor ihr.
„Ich habe keinen Hunger.“ entgegnet sie abweisend, und starrt wieder auf das Holz, versucht sich abermals an das Gesicht ihrer Geliebten zu erinnern.
„Aber du musst doch was essen, Kind.“ krächzt ihr Vater besorgt,“ Bitte Anita, du brauchst doch wenigstens ein bisschen Fleisch auf den Rippen. Mama hat sogar dein Lieblingsgericht gemacht, sie hat sich so große Mühe gegeben.“
Ihre Mutter sitzt auf der anderen Seite des Tisches, sieht sie genauso besorgt an wie ihr Mann.
Ihr Mann, der nicht Anitas Vater ist.
Denn Anitas Vater ist der Vater ihrer Geliebten, ihrer Schwester; Bettina.
Plötzlicher Zorn lässt die Worte aus ihrem Mund hervorsprudeln bevor sie darüber nachdenken kann,“ So große Mühe wie sie sich gab, als sie mich zeugte?“
Ihre Eltern zucken erschrocken zusammen, vor allem ihre Mutter, die sie aus weit geöffneten Augen ansieht.
„Du HAST dir doch alle Mühe ge...
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