Diese Geschichte wurde von franzf001 am 11.11.2009 geschrieben und am 21.11.2009 veröffentlicht.
Ihr Atem geht rasend, ihre Beine schmerzen vom vielen Laufen und dem dauernden Hinfallen, doch ihr Verstand drängt sie weiter zu rennen, trotz der Erschöpfung und dem Verlangen sich einfach hinzulegen und zu schlafen.
Weit hinter sich hört sie das Wiehern von Pferden und die Rufe von… Männer sind es nicht, dafür sind sie noch zu jung.
Aber auf jeden Fall spornen sie die gebrüllten Befehle zu noch schnellerem Lauf an, oder zumindest dazu weiterhin einen Fuß vor den anderen zu setzen, und sich von den Rufenden zu entfernen.
„Schneller ihr Hunde! Sie muss hier irgendwo sein! Findet sie!“
Sie widersteht dem Drang zurückzublicken, denn sie weiß das sie dadurch nicht nur Zeit verliert, sondern auch noch Gefahr läuft zu stolpern.
Doch nach zwei weiteren Schritten hält sie erschrocken inne, und keucht voller Verzweiflung,“ Nein!“
Der Wald ist zu Ende, geht in ein weites Feld über, das sich Meilenweit in die Ebene erstreckt.
Da der Mond hell scheint wird sie leicht zu entdecken sein, und auf den Pferden werden ihre Häscher sie schnell einholen.
Verzweifelt sieht sie sich um, überlegt was sie tun soll, doch ihr will kein Ausweg einfallen. Wieder in den Wald hinein würde sie ihnen entgegen laufen, und sich an ihnen vorbei zu schleichen ist ein Ding der Unmöglichkeit.
„Da vorne, ist sie das?!“
Der Ruf setzt ihre Beine in Bewegung, sie rennt wie noch nie zuvor in ihrem Leben, ihre bloßen Füße tragen sie über das Gras, sie fliegt geradezu darüber hinweg.
„Wo ist sie? Findet sie!“
Ihre Augen fliegen umher, entdecken eine Möglichkeit, ihre Beine tragen sie darauf zu, schneller und schneller, mit der Kraft der Verzweiflung legt sie die letzten Schritte zurück, wirft sich aus vollem Lauf in den großen Heuhaufen, rollt sich darüber, legt sich so hin das sie zum Wald hinüber blicken kann.
Vier Reiter und acht weitere Männer kommen zwischen den Bäumen hervor, stürmen auf das Feld, und obwohl die Ebene so weit reicht, hält der vorderste Reiter genau auf sie zu.
Ihr ganzer Körper spannt sich an, ihr junges Herz schlägt wie wild in der Brust, während die Reiter und die Laufenden immer näher kommen.
„Sind die hinter dir her?“
Erschrocken fährt sie herum, blickt in zwei fragende braune Augen, und ehe sie etwas entgegnen kann, fallen die ihren der Erschöpfung zum Opfe...
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