Diese Geschichte wurde von franzf001 am 14.07.2009 geschrieben und am 07.08.2009 veröffentlicht.
Bettina schlägt um sich, kreischt vor Wut und Verzweiflung, ihr Kopf brennt vor Raserei, will das soeben Geschehene leugnen.
Ihre Fäuste treffen auf Widerstand, in ihrem Zorn schlägt sie härter zu, während sie immer wieder ihren Kopf schüttelt.
Etwas packt sie grob an den Händen, versucht sie am Zuschlagen zu hindern, doch Bettina ist so in ihre Wut vertieft, das sie beinahe ungehindert weiter macht.
Eine Stimme dringt in ihre Ohren, und erst nach einer Weile gelingt es ihrem benebelten Verstand, die Worte zu erkennen.
„Bettina, hör auf, bitte hör auf, ich will dir doch nur helfen!“
„Anita!“ hallt es in ihrem Kopf wieder, und sofort reißt sie die Augen auf, stellt ihre Angriffe ein, und blickt in das besorgte Gesicht ihrer Freundin.
Ehe die etwas sagen kann, fliegt Bettina sie förmlich an, umarmt sie so voller Kraft das Anita erschrocken aufschreit, aber Bettina stört sich nicht daran. Sie ist so froh, so glücklich dass Anita da ist, das der Schrecken nur ein Traum war. Sie bricht in Tränen aus, und drückt Anita noch fester an sich.
Wenn ihre Freundin Schmerzen verspürt, so zeigt sie es nicht, sondern streicht beruhigend über Bettinas von Decken verhüllten Rücken, und flüstert ihr beruhigend zu,“ Ist ja schon gut, es war nur ein Traum, nur ein schlimmer Traum. Keine Sorge, ich bin ja da.“
Genau das war es, was Bettina solche Angst gemacht hat, und sie lässt ihren Tränen freien Lauf, genießt das Gefühl, ihre liebste Freundin in den Armen zu halten, ihren Leib ganz dich bei ihr zu spüren.
Anita lässt sie gewähren, immer wieder streichen ihre Hände beruhigend über Bettinas Rücken und Schultern, und ihr Mund formt besänftigende Worte, Worte die für Bettinas Seele der reinste Balsam sind.
„Ich bin ja da.“
Eine Ewigkeit scheinen sie so da zu stehen, und Bettina kostet jeden einzelnen Augenblick aus, will sie nie wieder loslassen.
Aber wie in ihrem Traum, ist es die Stimme ihres Vaters, die ihr Zusammensein stört.
„Anita? Anita mach die Tür auf wenn du da bist!“
Erschrocken blickt Bettina zur Tür, die unter Karls heftigen Schlägen erbebt. Ihr Körper zittert vor Angst, aus der Furcht geboren, ihr Vater könnte sie endgültig von Anita trennen.
Wie in ihr...
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