Bettina - Leben eines Dienstmädchens Teil 1

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Diese Geschichte wurde von franzf001 am 27.07.2009 geschrieben und am 17.08.2009 veröffentlicht.

Ihr kennt nun meine Geschichte, wie mein Leben aussah, bevor ihr mich daraus befreit habt.
Es war ein Leben voller lüsterner Gier, perversem Verlangen, und ohne jedwede Moral. Und ohne Liebe. Abgesehen von der, zwischen zwei Schwestern.
Aber auch hier, auf dem Anwesen eurer Familie, ging mein Leben weiter wie bisher.
Ihr seht so überrascht aus. Ihr wisst also nicht, was hier vor sich geht?
Dann sollte ich… nein, es kann euch nur Schaden bringen, wenn ich es euch erzähle. Nein, bitte, drängt mich nicht, ich will euch keinen Schmerz zufügen.
Bitte, nein.
Also gut, da ihr so hartnäckig darauf besteht, werde ich es tun. Es wird euch aber kein Vergnügen bereiten, mein Graf, seid darauf vorbereitet, das meine Worte das Ansehen eurer Familie in euren Augen sinken lassen.

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Die Wache am Tor springt sofort zurück, kaum das sie das Gesicht des jungen Mannes erkennt, der Bettina gegenüber sitzt.
Schnell winkt der in einen Lederharnisch und Eisenhut Gerüstete zum Tor; und deutet dann dem Kutscher weiterzufahren.
Abermals setzt sich das Gefährt unter Hufgeklapper in Bewegung, das beschlagene Eisen hallt auf dem gepflasterten Hof laut wider.
Bettina wirft einen kurzen Blick aus dem Fenster, und staunt über die Größe des ummauerten Areals, dessen Zentrum ein großer turmartiger Prachtbau, mit vielen Anbauten ist, mehrere Stallungen und Baracken für die Diener finden ebenfalls um den Hof herum Platz .
Der junge Mann, der sich selbst als Grafensohn Reinald von Rettenhoven vorgestellt hat, gibt dem Kutscher Anweisung, direkt auf eine der Anbauten des Burgfrieds zuzuhalten.
Das Gefährt ist kaum zum Stillstand gekommen, springt der Graf förmlich aus der Kutsche, er bietet ihr die Hand, um ihr beim Aussteigen behilflich zu sein.
Von all den vielen Eindrücken verwundert nimmt sie seine Hilfe an, und bestaunt das große Bauwerk, das sich vor in die Höhe erhebt.
Nachdem er dem Kutscher erklärt hat, wo er die Nacht verbringen kann, geleitet der junge Graf sie zu einer der zahlreichen Nebenpforten, und klopft laut dagegen.
„Ulf? Ulf mach auf!“
Laut hallend dreht sich ein Schlüssel im Schloss, die gewaltige Tür schwingt nach innen auf, und ein verschlafen wirkender Greis, mit dichtem weißen Bart tr...