Der Froschkönig oder die eisernerne Henriette

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Diese Geschichte wurde von hengst86 am 29.07.2011 geschrieben und am 11.08.2011 veröffentlicht.

In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein verwittweter König, dessen Töchter waren alle sehr attraktiv, aber die jüngste (18) war so attraktiv, daß die Sonne selber, die doch so vieles gesehen hat, sich verwunderte so oft sie ihr nacktes Anglitz sah. Nahe bei dem Schlosse des Königs lag ein großer dunkler Wald, und in dem Walde unter einer alten Linde war ein Brunnen: wenn nun der Tag recht heiß war, so ging das Königskind hinaus in den Wald und setzte sich nackt an den Rand des kühlen Brunnens: und wenn sie Langeweile hatte, so nahm sie ihren goldenen Stab, schob ihn sich unten rein, und bewegte ihn mal schnell mal langsam hinaus udn hinein; und das war ihr liebstes Spiel. Nun trug es sich einmal zu, daß der goldene Stab der Königstochter wegen ihrem Frauensaft an den Händen vorbei geradezu ins Wasser hinein rutschte. Die Königstochter folgte ihm mit den Augen nach, aber der Stab verschwand, und der Brunnen war tief, so tief daß man keinen Grund sah. Da fieng sie an zu weinen und weinte immer lauter und konnte sich gar nicht trösten. Und wie sie so klagte, rief ihr jemand zu 'was hast du vor, Königstochter, du schreist ja daß sich ein Stein erbarmen möchte.' Sie sah sich um, woher die Stimme käme, da erblickte sie einen großen Frosch, der seinen dicken häßlichen Kopf aus dem Wasser streckte. 'Ach, du bists, alter Wasserpatscher,' sagte sie, 'ich weine über meinen goldenen Stab, der mir in den Brunnen hinab gefallen ist.' 'Sei still und weine nicht,' antwortete der Frosch, 'ich kann wohl Rath schaffen, aber was gibst du mir, wenn ich dein Spielwerk wieder heraushole?' 'Was du haben willst, lieber Frosch,' sagte sie, 'meine Kleider, meine Perlen und Edelsteine, auch noch die goldene Krone, die ich trage.' Der Frosch antwortete 'deine Kleider, deine Perlen und Edelsteine, und deine goldene Krone, die mag ich nicht: aber wenn du mir Liebe machen willst, und ich soll dein Bettgeselle und Ficklkamerad sein, an deinem Tischlein neben dir sitzen...