Diese Geschichte wurde von auchich am 07.05.2011 geschrieben und am 03.06.2011 veröffentlicht.
In Marianne Kriegers Kopf jagten sich die verschiedensten Gedanken, als sie auf die Bank zuschritt, auf der ihr Sohn bereits wieder das blonde Mädchen küsste und dabei nicht einmal seine Finger bei sich behalten konnte. Na, warte, mein Lieber, das muss ich dir wohl ganz schnell beibringen, dass man eine Frau nicht in aller Öffentlichkeit befummelt! Mehr als erregt stellte sie sich dennoch vor, dass ihr Sohn sie genau so anfasste, wo sie gesehen werden konnten. Aber das Mädchen schien noch ein gewisses Schamempfinden zu haben, denn sie drängte seine vorwitzigen Finger weg, aber nicht, ohne ihn gleichzeitig sanft zu küssen. Wie wunderbar sie errötete, als Marianne Krieger zu ihnen trat und sich als Michaels Mutter vorstellte. Die wusste nicht warum, doch in ihrem Kopf blitzte plötzlich der Gedanke auf, mit ihrem Sohn und diesem Mädchen zärtlich zu sein. Hatte sie die Zeit in Asien doch mehr auch für Frauen geneigt gemacht, als sie zugeben wollte? Ihr Herr Sohn jedenfalls schien nicht von den geringsten Gewissensbissen geplagt zu sein, als er sie entdeckte.
„Hi, Maria, fein, dass du schon da bist. Das ist Regina, meine Leidensgefährtin im Spanisch-Sprachkurs. Ist sie nicht hübsch? Das macht das Pauken viel erträglicher“, stellte Michael seine neue Freundin der Mutter vor.
„Ich glaube, ich muss mich für meinen Sohn entschuldigen. Er meint, seit er volljährig ist, mich nicht mehr als Mutter anreden zu müssen. So groß kann das schulische Leiden wohl nicht sein, ich habe euch die letzten zwei Minuten ungewollt beobachtet, der Rest der Welt scheint euch nicht besonders zu interessieren“, hatte Marianne ihr Lächeln zurückgefunden.
Wieder schoss eine Blutwelle in das Gesicht des Mädchens und Marianne Krieger stellte sich völlig unbegründet bereits vor, dass sie so eine Schwiegertochter mehr als willkommen heißen würde. Doch ihr Sohn holte sie bereits in die Realität zurück, als er ihr erklärte, dass sie erst Regina ins befreundete Ausland am Bodensee bringen müssten, bevor sie nach Hause fahren konnten.
Eine sehr elegante Dame, deren Alter nur schwer zu schätzen wa...
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