Diese Geschichte wurde von gwundrig am 07.01.2010 geschrieben und am 09.01.2010 veröffentlicht.
Im Zimmer trafen wir auf Peter, den Bruder von Raffael. Sebastian war nicht im Zimmer. Peter meinte, Sebastian sei noch ein bisschen auf das Zimmer von Lukas gegangen und er selber habe ein bisschen geschlafen. Raffael suchte seine Duschsachen aus seinem Gepäck und verschwand auch schon aus dem Zimmer um im Erdgeschoss duschen zu gehen. Ich musste zuerst noch meinen Trainer heraussuchen, denn ohne diesen durfte man nicht zur Dusche gehen. Da unsere Schule ein ehemaliges Kloster war und wir noch immer von Klosterbrüder unterrichtet wurden herrschten strenge Sitten an unserer Schule und auch hier im Landheim galten dieselben Regeln. Drei Klosterbrüder begleiteten uns hier hin. Zum Glück waren es die jüngsten des Ordens, so dass sie relativ locker waren. Der Eine war unser Hauptlehrer Peter Gregor, einer war unser Zeichenlehrer Pater Kilian und zu guter letzt begleitete uns auch noch unser Turnlehrer Pater Melchior. Oft fragte ich mich, wieso sich ein Mann für’s Kloster entscheiden kann, und den ganzen Tag in einer Kutte herumläuft, wenn es draussen im Leben so schön war.
Ich legte also meine Sachen aus meiner Tasche. Auch die beiden Plastiktüten die ich heute Morgen bekommen hatte. Peter beobachtete mich und fragte was denn Geheimnisvolles in den Tüten sei. Ich meinte dann: „Ach, mein Bruder und mein Vater haben mir noch je einen Slip von sich mitgegeben damit ich ein wenig daran riechen kann, wenn ich sie zu sehr vermisse.“ Peter musste lachten und meinte dies sei ein guter Witz. „Nein, echt – es ist so. Wir hängen sehr aneinander und zudem rieche ich einfach gerne an fremder Wäsche“. Nun hörte Peter auf zu lachen, denn er merkte dass ich es ernst meinte: „Na, dann zeig doch mal die beiden Prachtsexemplare“. Ich öffnete die erste Tüte und nahm den Slip von meinem Vater heraus und streckte ihn Peter hin. Er nahm ihn mir ab und betrachtete den Slip, dann zog er ihn zu seiner Nase und roch daran. „Ui, der riecht aber streng, den muss er aber ein paar Tage angehabt haben. Und hier hat es auch noch Flecken darin. Aber er riecht geil. Und wie sieht es denn mit dem Slip von deinem Bruder aus?“ Ich öffnete die zweite Tüte und reichte ihm den Slip von Tobias hin. Auch den Inspizierte er genau und roch daran. „Geiler Geruch. Stehst du darauf?“ „Klar, für mein Leben g...
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