Göttliche Extase – Letzter Teil

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Diese Geschichte wurde von Laura86 am 18.12.2011 geschrieben und am 19.12.2011 veröffentlicht.

Hektisch rüttelte ich an den Schultern meines Vaters. Als er nicht reagierte, wurde ich noch panischer. Noch hektischer. Mein Herz schlug mir bis zum Halse. All das, was wir getan hatten – all die Göttlichkeit – verschwand plötzlich in einem panischen Anfall, in dem mir bewusst wurde, dass wir etwas getan hatten, was ein allgemeines Tabu war.

„Jemand ist im Haus, Papi“, flüsterte ich und empfand uns als Außenstehender in einer absolut pikanten und absurden Situation. „Hast du gehört? Da ist Jemand! Mit dem Schlüssel reingekommen! Hast du eine Freundin?“

Die Frage war genauso absurd, aber irgendwie wäre dies noch die beste Lösung für uns – eine Frau, die mich nicht kennt. Der nicht sofort klar werden würde, dass es hier Vater und Tochter stundenlang getrieben hatten.

Ich rüttelte weiter an der Schulter meines Vaters und meine Worte drangen Gott sei Dank zu ihm durch – er schaute mich an, zuerst verdutzt, dann fragend, dann unsicher... und auch er hörte die Schritte im Haus. Saß wie auch ich vorhin von jetzt auf nachher aufrecht im Bett und wusste genauso wenig wie ich, was zu tun war.

„Scheiße!“, murmelte er nur leise und begann dann, seine Worte zu wiederholen, während er aufstand und seine Klamotten suchte. „Scheiße... scheiße... scheiße...“, wir stellten beide fest, dass seine Sachen nicht im Raum waren. Er den Raum aber auch nicht einfach so nackt verlassen konnte. Plötzlich drehte er sich hektisch zu mir um, mit aufhellendem Gesicht. Aber nur kurz, denn es schien die Sache nicht besser zu machen.

„Es ist Kai. Wir wollten heute den Zaun machen.“

Mir war welcher-Zaun-auch-immer völlig egal – in mir hallte nur der Name 'Kai' nach. Der Bruder meines Vaters. Mein Onkel. Zwei, drei Jahre jünger als er. Ich hatte ihn schon ewig nicht mehr gesehen. Kannte ihn an sich kaum, wobei ich ihn als Kind bei unzähligen Familienfeiern in Erinnerung habe. Er ist meinem Vater sehr ähnlich, aber das half mir sehr wenig.

Dann der schlimmste aller Alpträume – zuerst der Name meines Vaters, fragend, vom Erdgeschoss, dann Schritte auf der Treppe. Ich zog die De...