Heimfahrt mit Hindernis – 2. Teil: Zu Hause

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Diese Geschichte wurde von garage am 03.01.2009 geschrieben und am 07.04.2009 veröffentlicht.

Nach der Nacht im Motel, einem guten Frühstück und inzwischen freien Straßen waren wir gegen 11 Uhr am Vormittag in Berlin angekommen. Die Eltern waren glücklich und vor allem lobten sie uns beide wegen unseres Entschlusses die Fahrt wegen der Straßenverhältnisse in dieser Nacht zu unterbrechen. Wir feierten zusammen ein gemütliches Fest. Meine Schwester Lena und ich hatten verabredet, dass wir uns keine verdeckten oder versteckten Zeichen unserer heimlichen Liebe geben würden solange unsere Eltern in der Nähe waren. Daran hielten wir uns auch.
Am Nachmittag des zweiten Weihnachtsfeiertages waren meine Mutter und ich alleine zu Hause. Vater war in irgendeine Ausstellung gegangen und Lena besuchte an diesem Nachmittag ihren ehemaligen Freundeskreis irgendwo in Berlin. Mutter und ich hatten gerade Kaffe getrunken und sie war mit dem Aufräumen fast fertig, als sie sich an der Arbeitsplatte in der Küche umdrehte, mich anschaute und fragte:
„Na, Martin, wie war es?“
„Was meinst, das Semester oder deinen Kuchen?“ Ich war völlig ahnungslos.
„Nein, ich meine die Rückfahrt von München.“
„Wieso, wie soll es gewesen sein, schneebedeckt, wovon man ja hier nicht gerade sprechen kann.“ Ich ahnte Schlimmes.
„Tu nicht so scheinheilig, ich meine die Übernachtung mit deiner Schwester.“ Sie kam die drei Schritte auf mich zu, umfasste meinen Kopf mit beiden Händen und drückte ihn an sich, genau auf ihren Busen.
„Ich weiß nicht, was du meinst.“ Ich versuchte weiter den Ahnungslosen zu spielen. Sie hob meinen Kopf an und zwang mich, sie anzusehen.
„Du bist doch sonst so ein aufgeweckter Junge,“ meinte sie und fuhr fort: „ich wollte wissen, ob es schön war mit deiner Schwester zu schlafen.“
Spätestens jetzt musste ich einsehen, dass weiteres Leugnen völlig zwecklos war. Weiß der Teufel woher sie das wissen konnte oder vielleicht auch nur ahnen konnte. Auf jeden Fall war mir blitzartig klar, dass mit meiner roten Birne, den plötzlich einsetzenden Schluckbeschwerden und den Hitzewallungen nichts mehr zu leugnen oder zu retten war. Ich saß vollkommen wehrlos in der Falle.
Dann...