In der Weite Kanadas

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Diese Geschichte wurde von Hipp am 09.09.2011 geschrieben und am 11.09.2011 veröffentlicht.

Ich heiße Ethan und bin auf einer Farm im nördlichen Saskatchewan aufgewachsen. Gut 600 Kilometer von Saskatoon entfernt betreiben meine Eltern in der 3. Generation eine große Farm. Rinderzucht, Forstwirtschaft und Fischzucht wird dort betrieben. Ich war jetzt gerade gut 2 Jahre in Toronto und habe Forstwirtschaft studiert. Wir haben Anfang September und ich bin vor 2 Tagen in Saskatoon gelandet. Von dort bin ich mit dem Bus die ersten 500 Kilometer gefahren und habe mir dann heute morgen für den Rest des Weges ein Pferd gemietet. Ich muss das Land riechen, schmecken und fühlen um wieder daheim zu sein. Zuhause wissen sie nocht nicht, dass ich wieder nach Hause komme. Es soll eine Überraschung werden. Die letzten 100 Kilometer führen mich durch Wald, Seen und Prairielandschaft. In einer Stunde werde ich bereits unser Farmland im äußersten Süden erreicht haben.
Auf unserer Farm leben zur Zeit 3 Generationen, meine Großmutter Olivia 68 Jahre alt, meine Eltern Dave und Joan, beide 47 Jahre alt und meine 2 Schwestern Sarah 25 und Lea gerade 18 geworden. Großvater Mike ist vor 8 Jahren bei einem Unfall in einem Canyon auf unserem Farmgelände um Leben gekommen. Ich selbst bin der Zweitgeborene und bin nun 22 Jahre alt, muskulös mit braunen kurzen Haaren und knapp 190 groß. Ich war auf dem Pferderücken aufgewachsen und der 2 Tagesritt war für mich Erholung pur! Als ich das große Gatter am Südende unserer Farm erreichte war es kurz vor 14 Uhr und ich konnte mir ausrechnen, dass ich für die restlichen 20 Kilometer etwa 3 1/2 bis 4 Stunden brauchen würde. Das könnte gerade zum Abendessen reichen.
Die Sonne stand am wolkenlosen Himmel als ich gegen 17 Uhr das äußere Farmgelände erreichte. Ungefähr 80 Meter vom Hauptgebäude entfernt steht ein Stall in dem ich erst einmal mein Pferd versorgte und mein Gepäck zwischenlagerte. Mit leichter Aufregung in mir ging ich leichten Schrittes Richtung Haupthaus. Als ich am großen Wirtschaftsgebäude vorbeiging, das noch gut 30 Meter vom Haupthaus entfernt steht, vernahm ich Geräusche.
Ich betrat das große aus Holz erbaute Gebäude und es umgab mich sofort eine warme von vielen Gerüchen durchzogene Atmosphäre. Es roch nach Holz, nach Pferden und Rindern und nach dem Geruch meiner Kindheit. Ich war Zuhause. Aber was war hier los...