Diese Geschichte wurde von Anonymous am 20.01.2006 geschrieben und am 01.01.2006 veröffentlicht.
Jadranka starrte in die Dunkelheit. Dann auf die LED-Anzeige ihres Weckers. Wieder in die Dunkelheit. Noch einmal auf den Wecker. Immer noch dieselbe Zeit. Nach ihrem Gefühl nach hätte es längst zehn Minuten später sein müssen. Doch es war immer noch null Uhr dreißig. Sie versuchte krampfhaft einzuschlafen, sie brauchte den Schlaf, denn Morgen war wieder Probe für die Show. Doch die zwei Probleme, die sie schon mindestens ein halbes Jahr hatte, drohten ihr langsam über den Kopf zu steigen. Und eigentlich drehten sich beide Probleme über dasselbe Thema: Anasthasia. Jadranka versuchte kurz zusammenzuzählen, wie viel Mal sie schon wie jetzt wach lag, und versuchte ihre Gefühle für Anasthasia in den Griff zu bekommen. Das erste Problem bestand darin, dass die Beziehung, die sie beide hatten, ein wenig seltsam war. Auf der einen Seite war sie ihre Lehrerin in Sachen Tanz und Kondition, sie verstanden sich beruflich ganz gut, die Tänzerseele war bei beiden sehr ausgeprägt. Ihre Arbeit machte Jadranka viel Freude. Auf der anderen Seite war Anasthasia mehr als nur eine Freundin. Die übliche Freundschaftsbeziehung, die sich in gegenseitigem Vertrauen und Zuneigung ausdrückte, wurde durch Anasthasias gelegentlichem "ausserfreundschaftlichem" Verhalten etwas durcheinander gewirbelt. Anasthasia küsste sie öfters, nicht nur auf die Wange, sondern auch auf die Lippen, nicht allzu selten hatte Jadranka das Gefühl , dass sie mit den Küssen ein wenig mehr ausdrücken wollte, als nur Zuneigung. Was aber noch viel schlimmer als der Mund-zu-Mund-Kontakt, waren Anasthasias Hände. Sie berührte sie über all auf eindeutig zweideutige Weise. Heute Abend nach der Show war wieder signifikant für das letzte halbe Jahr. Jadranka erschien die Szene immer wieder in ihrem Kopf, wie ein Ohrwurm, der einem nicht loslassen will. Da war wieder der Kuss. Er über traf so manch anderen an Intensität. Sie flüsterte ihr ins Ohr, dass sie sehr stolz auf sie sei. Während sie das sagte, fuhren ihre Hände sanft über ihren Rücken und kniffen ihr in den Po. Ganz kurz berührte Anasthasia sie auch zwis...
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