Rache ist süß, Macht ist bitter!

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Diese Geschichte wurde von dschung am 06.04.2009 geschrieben und am 05.06.2009 veröffentlicht.

Die Geschichte, meine erste, basiert auf einer wahren Begebenheit, hat sich aber nicht genau so, wie in der Erzählung dargestellt, zugetragen. Als Quell der Inspiration dienten mir meine Biologielehrerin (ist die Schulzeit wirklich schon so lange her), eine Freundin, die mir einmal ein Erlebnis wie ansatzweise in der Geschichte beschrieben, geschildert hat, und die Schwägerin meiner Schwester. Ich widme sie Lisa20, auf deren kritische Beurteilung ich sehr gespannt bin.
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Ich war 35 Jahre alt, als Thomas damals in meine Klasse kam. Ich unterrichtete unter anderem Deutsch und Biologie in der 8a in einem Gymnasium in Wien. Für mein Alter hatte ich noch eine wirklich gute Figur, mit meinen 1.60cm zählte ich zwar nicht zu den größten Frauen, aber wenn ich meine High Heels trug, waren mir die meisten Männer fast schon zu klein. Meine wohlgeformten Brüste waren noch fernab vom Herunterhängen, und das, obwohl ich Körbchengröße C hatte. Auch mein blondes, schulterlanges und wallendes Haar hatte noch kaum Ansätze von Grau gezeigt und das in meinem Alter damals schon fast obligatorische kleine Bäuchlein meiner Kolleginnen hatte Dank regelmäßigen Besuchen im Fitnesscenter keine Chance bei mir.
Thomas mit seinen 1.70cm und seiner schmächtigen Statur wirkte dagegen eher weniger beeindruckend. Er war einer jener Schüler, die man sich als Lehrer nicht unbedingt wünscht. Aufmüpfig und vorlaut, frech und den Unterricht meist störend. Aber er war ein guter Schüler, wenn er sich einmal für etwas interessierte. Thomas fand, obwohl er erst im Maturajahr in meine Klasse kam, schnell Anschluß und nahm unbemerkt eine Alphatier-Rolle in der Klasse ein. Er war bei den anderen Jungs beliebt und von den Mädchen der Klasse begehrt. Schon bald entwickelte sich zwischen uns beiden ein Machtkampf. Während ich versuchte, die Aufmerksamkeit der Klasse für den Unterricht zu gewinnen, tat er genau das Gegenteil. Das einzige Mittel, das mir verblieb, um die Kontrolle zu behalten, war ihn regelmäßig zu bestrafen: Vorsprachen beim Direktor, mindestens einmal die Woche nachsitzen und ähnlich...