Diese Geschichte wurde von paule54 am 22.08.2009 geschrieben und am 06.09.2009 veröffentlicht.
Das Muttersöhnchen
Mein Name ist Roy Müller, Jungfrau und das nicht nur vom Sternbild her.
Ansonsten wäre vielleicht noch zu erwähnen, dass ich ein junger Schlacks
von ziemlicher Länge bin und ja sie haben richtig vermutet,
meine Mutter ein völlig durchgeknallter Roy Black Fan ist.
Schmunzeln, allerdings nicht lachen, dürfen sie allenfalls darüber,
dass ich trotz meines Alters ein richtiges Muttersöhnchen bin.
Bin halt Schüchtern und bekomme bereits eine rote Birne
sofern mich auch nur ein Mädchen aus der Entfernung ansieht
und so beschränkte sich mein ganzes Wissen,
was das weibliche Geschlecht und den Sex mit ihnen angeht,
einzig und allein auf schmutzige kleine Heftchen.
Diese bekomme ich ausschließlich von meinem Opa,
was natürlich außer ihm und mir niemand weiß
und seit meine Mutter eine dieser ´´ perversen Sauereien ´´
wie sie sie nannte, beim aufräumen unter meinem Bett entdeckte,
verstecke ich sie auch lieber vorsichtshalber im Keller vor ihr.
Sie fragen sich jetzt sicherlich wo mein Vater steckt,
keine Ahnung wenn sie mich fragen,
habe ihn seit dem Tage als ich das erste mal das Tageslicht erblickte,
nachdem ich das wohlig warme Quartier im Bauch meiner Mutter
widerstrebend verlassen musste, noch nirgends entdecken können.
Das ich mal einen gehabt haben muss, ist ja wohl klar,
so blöd bin ich ja dann doch auch wieder nicht.
Schließlich ist meine Mutter nicht die Jungfrau Maria,
somit also auch nicht die Empfängerin der Unbefleckten Empfängnis.
Leben tue ich übrigens mit ihr, die erst 38 Jahre alt ist,
aber herum läuft als wäre sie meine Oma,
in einem kleinen Dorf in Niederbayern.
Viel los ist in einem 1ooSeelen Dorf wie sich jeder sicher vorstellen kann jedenfalls nicht
und da zu dem die Kühe hier viel hübscher
und auch weitaus zahlreicher als die Mädels sind,
hänge ich die meiste Zeit allein in meiner Dachkammer ab.
Nur der täglich Weg in die angrenzende Kreisstadt zum Gymnasium
und der Besuch bei meinen Großeltern,
sowie der von mir so sehr gehasste Sonntägliche Kirchgang,
zu dem mich meine Mutter immer wieder schleift,
veranlassen mich mein Domizil dann doch mal zu verlassen.
Das alles hat zum Glück bald ein Ende,
da ich im nächsten Jahr Abi mache...
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