Triebe und Liebe

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Diese Geschichte wurde von Adlerswald am 13.12.2009 geschrieben und am 16.12.2009 veröffentlicht.

Gesine feierte mit ihrer Freundin Beate zusammen ihren Geburtstag mit einer großen Party. Beide waren volljährig geworden und hatten sich zusammen getan, das Fest auszurichten, weil Beates zu Hause weniger beengt war, als das von Gesine. Zudem hatten Beates Eltern aus Rücksicht, den jungen Leuten ihren Freiraum zu geben, die Gelegenheit genutzt, einen Wochenendbesuch bei Freunden zu machen. Auf die Party war eingeladen, wer kommen wollte, und daher blieb es nicht aus, dass auch Personen unter den Gästen waren, die ziemlich unbekannt waren.

Gesine war sehr aufgekratzt, weil dies für sie die erste Party war, auf der sie so lange bleiben konnte, wie sie wollte. Denn bisher galt für sie eine von den Eltern vorgegebene Uhrzeit, zu der sie zu Hause zu sein hatte. Es war schon gegen 22 Uhr als ein weiterer Schwung neuer Partygäste ankam. Gesine stand am kleinen Tresen für Getränke und goss sich Cola ein, die sie mit einem Schuss Cognac im Geschmack verstärkte. Sie verspürte ein Gefühl, als ob sie ein elektrischer Schlag träfe, als sie unter den Neuankömmlingen einen jungen Mann sah, das Abbild ihrer schwärmerischen Träume war. Er war schlank, groß gewachsen, hatte kurze Haare und unglaublich funkelnde, fast schwarze Augen, aus denen er offensichtlich interessiert die Anwesenden musterte. Gesine konnte ihren Blick von dem jungen Mann abwenden und erschauerte, als sich sein Blick mit ihrem kreuzte.
„No Chance ! Schlage dir den Typen aus dem Kopf !“ hörte Gesine Beates leise Stimme neben sich.
Gesine zuckte zusammen und fragte: „Wie kommst du da drauf, er könne mich reizen ?“.
Die Antwort kam kichernd: „Meine liebe Gesine, du frisst ihn mit den Augen förmlich auf. Das zeigt mir, dass es bei dir kribbelt. Aber nochmals ! Vergiss den Typen ! An dem haben sich schon viele die Zähne ausgebissen und sind frustriert gescheitert. Es geht das Gerücht um, er sei schwul, weil er immer nur mit Männern herumzieht“.
Seufzend fügte sie hinzu: „Eine echte Verschwendung ! Er sieht wirklich süss aus. Auch ich könnte bei ihm schwach werden. Übrigens ein echtes Schnäppchen für uns Frauen. Sein Vater hat tierisch Kohle und verwöhnt seinen Sohnemann mit allem, was er haben will“.
Gesine schüttelte energisch den Kopf und versicherte eine Spur zu heftig: „Wie gesagt ! Du täuscht d...