Diese Geschichte wurde von Anjali2601 am 26.12.2009 geschrieben und am 27.12.2009 veröffentlicht.
Sabrina war stinksauer auf ihre Mutter. Sie war nun schon seit einem halben Jahre achtzehn Jahre alt, stand in ihrer Ausbildung, die sie hervorragend bewältigte, sowohl bei ihrem Arbeitgeber als in der Berufsschule, und doch wollte sie sie bemuttern und bevormunden. Dabei war sie immer eine gute Schülerin gewesen, hatte sich beworben und beim dritten Vorstellungsgespräch eine Zusage bekommen. Das lag nun auch schon eine ganze Weile zurück. Außerdem übernahm Sabrina freiwillig viel Verantwortung im Haushalt, putzte, kochte, spülte, führte den Hund Gassi. Sabrina dachte wütend, dass sie erwachsen genug war, um keine Zeiten einhalten zu müssen, an denen sie nach Hause kommen musste.
Hinzu kam noch, dass sie sich ohnehin wenig Zeit für ihren Freundeskreis nahm. Und die Feier heute wollte sie sich nicht entgehen lassen, auch wenn Donnerstag war und am nächsten Tag wieder Arbeit angesagt war. All das hatte sie ihrer Mutter an den Kopf geworfen, bevor sie gegangen war, um zu feiern. Ihr bester Freund hatte Geburtstag. Er war neun Jahre älter als sie und hatte immer ein offenes Ohr für Sabrina. Er hieß Gerd, war erfolgreich Selbstständig und heute feierte er. Sabrina eilte zur Straßenbahn, erwischte sie gerade noch und ließ sich keuchend auf einen Sitz fallen. Es waren neun Stationen, dann musste sie raus und das letzte Stückchen zu Fuß gehen.
Als es soweit war, steuerte sie durch die Straßen wie befreit. Für Sabrina fühlte es sich richtig an, endlich einfach ihre Entscheidung getroffen und durchgezogen zu haben. In ihrem Bauch tummelten sich Schmetterlinge, denn in den letzten Wochen hatte sie sich in Gerd verliebt, nicht zu knapp. Vielleicht hatte Gerd auch an ihr Interesse? Sie meinte, es bei den letzten Gelegenheiten, an denen sie sich gesehen hatten, in seinen Augen entdeckt zu haben. Er war auch näher an sie herangerückt, als er es früher getan hatte. Dann stand sie plötzlich vor seinem Haus und sie hörte schon den Beat der Musik. Die Haustür ging auf und ein eng...
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