Akzeptanz

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Diese Geschichte wurde von intimekuesse am 28.10.2009 geschrieben und am 12.11.2009 veröffentlicht.

Markus war ein Original. Und typisch für ihn war seine Einladung: Seinen 40iger feierte er auf einer unbewirtschafteten Almhütte im steirischen Voralpenland. In seiner praktischen Art mietete er einfach ein Blockhaus, sandte ein Sammelmail an sämtlicher seiner Kontakte, ohne zu überprüfen, ob diese rein geschäftlich, veraltet oder es sich um die Ticket-Line handelte, von der er seine Konzertkarten bezog. Mit dem Passus: „Euer Essen und Trinken müsst ihr euch selbst mitnehmen!“ erledigte er die Frage der Verpflegung.

Markus war ein Hit! Und ich genoss es, sein bester Freund zu sein. Deswegen durfte ich ihn auch bereits am Vortag begleiten, um „die Hütte auf Schuss zu bringen“, wie er es nannte. Gemeint hat er damit, dass wir unsere persönlichen Sachen auspackten und fertig waren.

Markus wählte natürlich seinen Schlafplatz neben dem gemauerten Steinkamin im großen Gesellschaftsraum des urigen Holzhauses. Genau hier, wo das meiste Getümmel passieren würde.

Das war allerdings nicht so mein Ding und ich inspizierte das Haus. Unangenehm betroffen stellte ich fest, dass es nur Schlafräume für mindestens 8 Personen gab. Was für eine Vorstellung, hier mitten unter einer Horde laut schnarchender, Unmengen an Alkohol Ausdünstender zu liegen. Brrrr...

Da fiel mir dieser Stadl ein, der mir bei der Anfahrt sofort aufgefallen war, weil er gar so eine idyllische Ansichtskartenromantik verbreitete. Er lag auch nicht allzu weit weg, vielleicht 100, 200m und vor dem Haus stellte ich fest, dass ein kleiner Pfad zu ihm führte.

Er war unversperrt. Wer sollte hier auch was genau stehlen? Das alte Holztor knarrte, als ich es öffnete. „Das muss wohl ein Traum sein!“ dachte ich, als ich den ersten Eindruck aufnahm. Es war wirklich so, wie in einem Bilderbuch: In der Mitte hatte man freie Sicht bis zum Dachfirst. Rechts und links war jedoch auf schweren Bäumen eine Zwischendecke eingezogen, über deren Rand frisches Heu wucherte.

Ich ging zum hinteren Ende des Stadels, wo eine Leiter zum rechten Zwischenboden angelehnt stand, kletterte diese hinauf und bemerkte, dass hier ein freier Platz von gut 5 m² war, auf dem noch kein Heu gelagert war. An der Stadelwand befand sich eine Heulucke, die ins Freie führte. Ich öffnete sie. Vor mir bot sich landschaftlich ein d...