Diese Geschichte wurde von santorlm am 20.03.2010 geschrieben und am 17.07.2010 veröffentlicht.
Die nächsten Tage verliefen ohne besondere Vorkommnisse. Relativ normal gekleidet, in Monikas Wäsche und Oberbekleidung, behielt ich auch meine roten Fingernägel. Dann wollte Monika mit mir shoppen gehen und den Wäsche- und Kleiderbestand erweitern. Denn ich bediente mich ja ausschließlich aus Monikas Kleiderschrank. Der Einkauf einerseits erregend für mich andererseits hatten wir auch beide viel Spaß, so wie zwei Freundinnen. Ich hatte von meinem „Studentengehalt“ auch viel dazu beigesteuert. Es ist ja unglaublich was „Frau“ im Kaufrausch alles erwirbt. Ich glaubte, wir könnten eine ganze Mädchenklasse einkleiden. Zu Hause angekommen bat ich Monika mir mal kurz zuzuhören: liebe Monika, bitte tue mir den Gefallen und trage alles was wir gekauft haben wenigsten einmal. Ich liebe das Gefühl zu wissen, dass es Wäsche von dir ist und dass du diese getragen hast. Monika grinste: du bist ja doch ein kleiner Perversling und küsste mich aufs Innigste. Wohin das führte brauche ich wohl nicht weiter zu erläutern.
Der Montag kam und ich musste doch gelegentlich mal wieder zur UNI. Doch ich dachte an meine Frisur. So konnte ich dort nicht erscheinen, es war doch zu auffällig. Monika wusste Rat. Sie fasste meine Haare zu einem Künstlerzopf zusammen, ein bisschen Gel und es sah lässig und gut aus, ein bisschen abgedreht aber noch gerade männlich zulässig. Ein Mann würde garantiert nichts merken. Den roten Nagelack zu entfernen war kein Thema. Hier an dieser Stelle muss ich mal sagen, meine männlichen Geschlechtsgenossen (von Ausnahmen abgesehen) merken eigentlich NIE was. Ich musste mir eingestehen – wir sind emotionale Klotzköpfe.
In der UNI waren mal wieder die meisten guten Plätze schon belegt. Ich fand noch einen Platz neben einer netten, normal hübschen Kommilitonin. Sie schaute kurz auf und wandte sich wieder ihren Unterlagen zu. Puh, sie hatte nichts bemerkt. Diese Vorlesung war elend lang und auch noch langweilig. Meine Gedanken schweiften ab, die meiner Nachbar...
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